Warum nicht mal in die Toskana

Italien in seiner Essenz

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Es sollte für ein langes Maiwochenende 2015 eigentlich ins Elsass gehen, aber dort war Regen vorausgesagt. Die Aussicht auf Sonne lockte uns in die Toskana. 

Da mein Begleiter schon zigmal dort war, schlug er die grobe Streckenführung vor, denn ich kannte sie nur von der Durchreise. 5 Tage sollten ausreichend sein. 

Los gehts am Donnerstag Morgen bei, wer hätte es geahnt, strömenden Regen. Ab Innsbruck scheint die Sonne und dann brütet die Hitze beim Mittagessen in St. Leonhard. Weiterfahren wir über den Molveno- und Gardasee und die Autobahn nach Piccenza. Dann geht es weiter durchs Trebiatal nach Bobbio und links den Berg rauf in die Albergo Poggio, die ich von einer Endurotour kenne und nur empfehlen kann. Der Chef spricht unter anderem fließend Deutsch und seine Frau kocht so gut, dass einige damals bei ihr einen Kochkurs machen wollten. 606 KM

Für Freitag sagt der Wetterbericht durchwachsenes Wetter voraus. Wir kommen 6 KM weit bis wir die Regenkombis herauskramen. Durchwachsen geht es dann durch den Apennin. Kleinste kurvige Straßen und der Regen wird mehr, was uns auf die Autobahn Richtung Mare zwingt. Hier sollte laut Handy App das Wetter weniger motorradfeindlich sein. Hinter Piombino geht's dann wieder kurvig und durchwachsen ins Landesinnere. Der anvisierte Campingplatz liegt an einer Haupt- und Durchgangsstraße und ist insgesamt nicht der Hit. Da mittlerweile sogar die Sonne durchspitzt beschließen wir weiter zu fahren und ein Hotel suchen. Die Unterkunft die mein Kumpane kennt verlangt einen unmoralischen Preis und somit geht es weiter. Kurz vor Arcidosso finden wir ein Hotel das zwar seine beste Zeit hinter sich hat, aber alles was wir brauchen ist vorhanden. Bett, Dusche, gutes Essen und Wein zu einem akzeptablen Preis. Somit beschließen wir gleich zwei Nächte zu bleiben. 470 KM

Am Samstag drehen wir eine wunderschöne, kurvige und sonnige Runde durch die Toskana. Auf einem Markt decken wir uns mit Salami und Käse für eine Brotzeit ein. Hügel, Pinien, Wälder, Städtchen, Espressi, Gelati und tolles Wetter. So haben wir uns das vorgestellt. Um die Tour angemessen ausklingen zu lassen genehmigen wir uns in Arcidosso im samstagabendlichen Treiben der jungen Leute noch einen Aperol Spritz bevor wir zum Abendessen in unser Hotel fahren. 283 KM

Sonntags beginnt unsere Rückreise. Wieder mit großem Gepäck kurven wir verschlungen durch die Toskana, vorbei an Schwefelquellen, über den Apennin und schlussendlich auf einen sehr schönen leeren Campingplatz mitten im Nichts. Abends grillen wir mit Bier die feinen Waren, die wir zuvor in einem Supermarkt gekauft haben. La dolce vita! 360 KM

Der Montag geht so weiter wie der Sonntag aufgehört hat. Nicht mit Bier und Grill, sondern eng und verschlungen. Danach durchqueren wir die Poebene auf der Autobahn, das Trentino ist gewohnt kurvig und ab Rovereto fahren wir wieder auf die Autostrada. Nicht, dass die Landstrasse nix zu bieten hätte, sondern weil wir so spät dran ist. Zuguterletzt hagelt es in Mittenwald und bis nach Hause regnet es wieder.

Somit endet es, wie es angefangen hat. 588 KM.


Fazit: Es ist schon sehr schön in der Toskana, allerdings auch weit weg. Die Poebene nervt, die Hotels sind zum Gebotenen zu teuer und es gibt kaum Campingplätze. Toskana eben. 

Was uns verwirrt hat ,waren die 60 KM/h Schilder und durchgezogenen Linien über hunderte von Kilometer. Nicht, dass uns wer kontrolliert hätte, aber wenn man hinter den Carabinieri herfährt nervt es.


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